Humanistische Psychotherapie

Humanistische Psychotherapie bei Depressionen setzt nicht auf das „Reparieren“ von Symptomen, sondern auf das Wiederentdecken von Lebendigkeit, Sinn und Selbstwirksamkeit. Sie begegnet der Depression nicht als Defekt, sondern als Ausdruck eines inneren Ungleichgewichts – oft verbunden mit unterdrückten Gefühlen, unerfüllten Bedürfnissen oder einem Verlust an Verbindung zu sich selbst und anderen.

Wie wirkt Humanistische Psychotherapie bei Depressionen?

  • Selbstakzeptanz & Empathie: Reduktion von Selbstkritik, Aufbau von Selbstmitgefühl
  • Erlebnisorientierung: Zugang zu blockierten Gefühlen wie Trauer oder Wut
  • Sinn- & Wertearbeit: Wiederentdeckung von Lebenssinn und innerer Motivation
  • Beziehungsarbeit: Heilende Beziehungserfahrungen im therapeutischen Raum
  • Ressourcenaktivierung: Stärkung von Selbstwirksamkeit und innerer Stabilität

Was macht diesen Ansatz besonders?

  • Ganzheitlich: Körper, Geist, Emotionen und soziale Beziehungen werden einbezogen
  • Wertschätzend: Der Mensch wird nicht auf seine Diagnose reduziert
  • Individuell: Der Therapieprozess richtet sich nach deinen Bedürfnissen, nicht nach einem festen Schema
  • Erlebnisaktivierend: Gefühle dürfen im Hier und Jetzt erlebt und integriert werden

Typische Methoden

  • Gesprächspsychotherapie (nach Carl Rogers): Empathie, Echtheit, bedingungslose Wertschätzung