Mindfulness nach MBSR und MSC in der Psychosomatik – Achtsamkeit als Brücke zwischen Körper und Seele

MBSR – Stressreduktion durch Achtsamkeit

Entwickelt von Jon Kabat-Zinn, richtet sich MBSR an Menschen mit:

  • chronischen Schmerzen
  • Migräne, Tinnitus, Rückenschmerzen
  • stressbedingten Erkrankungen wie Reizdarm oder Bluthochdruck

Wirkprinzipien:

  • Beruhigung des vegetativen Nervensystems
  • Förderung von Akzeptanz gegenüber belastenden Zuständen
  • Verbesserung der Selbstregulation und Resilienz

Typische Übungen:

  • Body-Scan (Körperwahrnehmung)
  • Sitz- und Gehmeditation
  • achtsames Yoga
  • Achtsamkeit im Alltag (z. B. bewusstes Essen, Atmen)

MSC – Selbstmitgefühl als Ressource

Von Kristin Neff und Christopher Germer entwickelt, stärkt MSC die Fähigkeit:

  • sich selbst in schwierigen Momenten mit Freundlichkeit zu begegnen
  • selbstkritisches Grübeln zu reduzieren
  • emotionale Stabilität zu fördern

Besonders hilfreich bei:

  • psychosomatischen Beschwerden wie Schlafstörungen, Migräne, Tinnitus
  • chronischer Erschöpfung und innerer Unruhe
  • stressbedingten Symptomen wie Rückenschmerzen oder Bluthochdruck

Kernübungen:

  • Selbstmitgefühls-Meditationen
  • Atemraum mit Freundlichkeit
  • Metta-Meditation (liebende Güte)

Wirkung in der Psychosomatik

Beide Programme fördern:

  • die Integration von Körperempfindungen und Emotionen
  • die Stärkung der Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge
  • die Fähigkeit, mit psychosomatischen Symptomen konstruktiv umzugehen