Wie funktioniert Neurofeedback?
- Sensoren messen die Gehirnaktivität (z. B. Alpha-, Beta-, Theta-Wellen)
- Die Daten werden in Echtzeit als Feedback präsentiert – etwa durch ein Spiel oder eine Animation
- Der Patient lernt, gewünschte Gehirnwellenmuster zu verstärken und ungünstige zu reduzieren
- Durch wiederholtes Training entsteht ein Lernprozess, der die neuronale Aktivität langfristig verändert
Anwendung in der Psychosomatik
Neurofeedback kann helfen bei:
- Stressbedingten Beschwerden wie Schlafstörungen, Reizdarm, Migräne
- Chronischen Schmerzen mit emotionalem Hintergrund
- Depressionen und Angststörungen, die sich körperlich äußern
- Tinnitus und Erschöpfungssyndromen
- ADHS und PTSD, die oft mit psychosomatischen Symptomen einhergehen
Vorteile
- Nicht-invasiv und medikamentenfrei
- Fördert Selbstwirksamkeit und emotionale Stabilität
- Kann die Notwendigkeit von Medikamenten reduzieren oder ergänzen
- Auch für Kinder ab 4 Jahren geeignet
Menschen mit psychosomatischer Migräne zeigen oft bestimmte Gehirnwellenmuster, die mit Stress oder Übererregung verbunden sind. Durch gezieltes Training dieser Muster kann die Häufigkeit und Intensität von Symptomen deutlich reduziert werden.